Festival für Festivals: Jetzt Soli-Bestellung aufgeben

imageVor Kurzem wies ich hier auf das “Festival für Festivals” hin. Diese Initiative versucht, die bunte Festival-Landschaft in unserem Land über die schwere Zeit zu retten. Echte Festivals dürfen nicht stattfinden, daher gibt es ein virtuelles. Es steigt vom 21. bis zum 23. August 2020 “im Internet” und an vielen Orten im ganzen Land – in Form von Soli-Gruppen, die sich auf ihren Balkonen, in Wohnzimmern oder Parks in kleinen Freundeskreisen treffen und ein Wochenende lang “Festival” spielen.

Die Idee kommt an: Nicht nur haben mehr als 150 (meist kleine) Festivals sich der Aktion angeschlossen, sondern über den Verkauf von “Einlassbändchen” und Ausstattungs-Paketen ist schon eine Viertelmillion Euro zusammengekommen. Noch bis Sonntag läuft der Verkauf – ich rufe daher zum Kauf von Festivalbändchen (10 Euro das Stück) oder Festival-Paketen (zu 35 Euro) auf. Prima Sache, wird Spaß machen!

[Festivals für Festivals: Shop]
https://shop.festivalfuerfestivals.de/

Hier ist die Soli-Playlist mit allen Acts, die die Aktion unterstützen:

Heute war F5-Tag: Wieder MVP

Ich kenne das ja jetzt schon seit vielen Jahren, aber es funktioniert jedes Mal aufs Neue. Heute war wieder MVP Renewal Day. Am späten Nachmittag ist dann immer die Mail von Microsofts MVP-Programm zu erwarten, ob man erneut ausgezeichnet wurde. So drückt man dann F5 im Mailer. Und noch mal. Und noch mal.

Ja, hat wieder geklappt. Wie schön!

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Keine Festivals? Ohne mich!

Keine Festivals in diesem Sommer – das ist echt schade. Besonders die “kleinen” Festivals leiden darunter, die mit viel Liebe und Herzblut eine einzigartig vielfältige Landschaft bilden. Viele dieser “Kleinen” haben sich jetzt zusammengetan und organisieren ein virtuelles Support-Event: das Festival für Festivals.

Wer Spaß an der fröhlichen Musik-, Kultur- und Veranstaltungswelt hat, kann sich für einen geringen Soli-Beitrag ein Festivalbändchen oder ein kleines Festival-Paket kaufen. Vom 21. bis zum 23. August 2020 steigt dann ein virtuelles Festival, an dem viele Einzelgäste und Kleingruppen im ganzen Land teilnehmen – auf Balkonen und Terrassen, in Gärten, Parks oder Wohnzimmern. Ein buntes Programm soll dann übers Internet zum Publikum kommen. Klingt nach einem Plan!

Keine Festivals? Ohne mich! Hier geht’s lang:

[Bock auf Festivals? – Festival für Festivals]
https://festivalfuerfestivals.de/

How to Listen

Übrigens plane ich schon seit langem eine Konferenz-Session mit dem Titel “How to listen to a session”. Hier schon mal vorab die Key Takeaways:

  1. Kläre, warum du da bist. Was willst du mitnehmen?
  2. Komme rechtzeitig.
  3. Schalte dein Telefon auf lautlos. Leg es in die Tasche und lasse es dort. Spätestens drei Minuten vor Beginn der Session.
  4. Schalte deinen Computer aus und lege ihn in die Tasche. Spätestens fünf Minuten vor Beginn der Session.
  5. Schalte deinen Computer wirklich aus. Du wirst ihn nicht nutzen, um Notizen aus der Session zu machen. Das ist eine Ausrede.
  6. Wenn deine E-Mail oder deine Chats so wichtig sind, dass du während der Session danach sehen musst, dann ist die Session nicht wichtig für dich. Geh nicht hin.
  7. Wenn du die Punkte 3 bis 6 schon nicht für dich selbst erfüllen kannst, dann erfülle sie für den Speaker. Er gibt sich Mühe, dir eine gute Session zu präsentieren. Sei höflich und beschäftige dich nicht mit deinem Computer.
  8. Du kannst kein Multitasking. Niemand kann das. Wenn du nach deiner E-Mail, nach Chats oder nach Sonderangeboten schaust, hörst du nicht zu.
  9. Wenn du nicht zuhören willst, geh nicht zu der Session.
  10. Wenn du bis hierhin der Meinung warst, das betreffe dich nicht, dann geh am besten gar nicht erst zu der Konferenz.

Wieder MVP!

imageAm Sonntag war wieder “Hit-F5-Day”: Die Renominierungen für Microsofts MVP Award standen an. Um kurz nach fünf Uhr nachmittags (später als sonst) war die Mail da, die mir mitteilte, dass ich erneut als “Most Valuable Professional” für die Sparte “Cloud and Datacenter Management” ausgezeichnet worden bin.

Das freut mich umso mehr, als in diesem Jahr eine ganze Reihe bewährter MVPs die Erneuerung nicht bekommen haben. Über die Gründe dafür lässt sich nur spekulieren. In meinem Fall ist es nun die fünfzehnte Auszeichnung, die ich seit 2003 in Folge erhalten habe.

[Nils Kaczenski: MVP Profile]
https://mvp.microsoft.com/de-de/PublicProfile/9194?fullName=Nils%20%20Kaczenski

Mit dem MVP Award zeichnet Microsoft aktive Teilnehmer der IT-Community aus, die sich im jeweils vergangenen Jahr besonders aktiv gezeigt und Wissen und Erfahrung mit Microsoft-Produkten unter Beweis gestellt haben. Es handelt sich dabei nicht um eine Zertifizierung, sondern um eine Anerkennung, die das Unternehmen nach eigenen Richtlinien ausspricht.

“Code of Conduct”: Gut gemeint ist nicht immer gut

imageVerhaltensregeln sind “in” in der digitalen Welt. Organisationen und Unternehmen, die auf die Möglichkeiten moderner Kommunikationsformen setzen, betonen immer häufiger, dass ihnen an respektvollem Umgang gelegen ist. Dafür formulieren sie Verhaltensregeln oder “Code(s) of Conduct” (CoC). Eigentlich eine gute Sache – denn Respekt ist doch wichtig, und wer will sich schon ständig mit “Trollen” und digitaler Pöbelei herumärgern?

Trotzdem bin ich der Meinung, dass die “Code-of-Conduct-Mania” mehr schadet als nützt. Warum?

CoC will negative Kommunikation vermeiden – auf negative Art. Allzu viele “Verhaltensregeln” und “Netikette” beschreiben ausführlich das negative Verhalten, das sie nicht wollen. Verständlich, aber negativ ist immer negativ. Unser Gehirn funktioniert so nicht. Es arbeitet besser, wenn es weiß, was Sache ist und nicht nur gesagt bekommt, was nicht der Fall ist. Ein guter CoC müsste also positiv beschreiben, was er erreichen möchte. Wer sich daran versucht, stellt aber schnell fest, dass der entstehende Text klingt wie eine Kirchentagsansprache oder eine Gardinenpredigt im Kindergarten. Gar nicht so einfach also.

CoC betont Selbstverständliches. Besonders die vorgefertigten Formulierungen großer Unternehmen ergehen sich in langen Aufzählungen von illegalen Aktivitäten, die sie nicht dulden. Das kann aber nicht Aufgabe und Ziel eines Verhaltenskodex sein: Was gesetzlich verboten ist, darf eine Organisation ohnehin nicht tolerieren. Betrachten wir dies von der kommunikativen Seite und versetzen uns in die Rolle des “Empfängers”: Welches Bild hat der Veranstalter von mir, wenn er mich darauf hinweist, dass ich die Gesetze nicht brechen darf? Will ich mit jemandem kommunizieren oder arbeiten, der mir derartige Unkenntnis unterstellt?

CoC erreicht seine Adressaten nicht. Die “herkömmlichen” Verhaltensregeln sind so formuliert, dass sie sich nur an notorische Störenfriede wenden können. Wen sonst müsste man darauf hinweisen, dass er nichts Ungesetzliches tun soll? Wer braucht einen Hinweis auf die elementaren Regeln des Umgangs? Es ist allerdings kaum anzunehmen, dass dieses Klientel sich von einem “Code of Conduct” des vorherrschenden Typs jemals angesprochen fühlt. Man erreicht mit solchen Initiativen also nur diejenigen, die sowieso zustimmen, und mit denen sollte – nein: muss! – man anders reden.

CoC überschreitet seine Grenzen. Besonders in den Kodex-Formulierungen großer Unternehmen finden sich Formulierungen, die dem Adressaten “Aufgaben” oder “Verpflichtungen” zuweisen, die er zu erfüllen habe. Oft gesellen sich Ankündigungen dazu, dass das Befolgen der Regeln überprüft werde und die Regeln auch ohne weitere Ankündigungen angepasst werden könnten. Was die Autoren hierbei übersehen: Ein Verhaltenskodex ist kein Vertrag. Man kann anderen in unserem Rechtsverständnis keine Verpflichtungen oder Aufgaben zuweisen, indem man diese einfach verkündet.

CoC behandelt seine Adressaten schlecht. Die meisten ausformulierten Verhaltensregeln schlagen einen rüden Ton an. Sie versuchen sich in Abgrenzung und gehen dabei den autoritären Weg. Wenn aber ein CoC ohnehin nur die erreicht, die im Großen und Ganzen schon einverstanden sind, dann verprellt man mit diesem Ansatz seine Verbündeten. Man bringt ihnen keinen Respekt entgegen, sondern Misstrauen. Damit verstoßen CoC gegen ihre eigene Absicht.

Deshalb kein Code of Conduct? Lieber ein positiver. Aber besser keinen als einen negativen.

FAQ: Nein, ich leiste keinen Privatsupport

Seit über 15 Jahren betreibe ich Webseiten und Blogs, auf denen ich Artikel zu IT-Themen veröffentliche. Ebenso lang bin ich in Newsgroups und Foren aktiv und beteilige mich dort an Diskussionen, die sich meist um IT-Probleme drehen. Vielleicht wirft das ein etwas seltsames Licht auf mich, aber: das macht mir Spaß.

Ein kommerzielles Interesse verbinde ich damit nicht – zumindest nicht direkt. Über die Jahre habe ich festgestellt, dass mir mein “Hobby” durchaus auch beruflich als IT-Dienstleister nützlich ist. Trotzdem gibt es die Artikel auf meinen Webseiten und die Unterstützung in Foren und Newsgroups kostenlos. Das hängt mit meiner Überzeugung zusammen, dass Communities allen Beteiligten hilfreich sind.

Immer wieder gibt es Leute, die da etwas missverstehen und annehmen, dass sie bei mir kostenlose IT-Dienstleistungen bekommen können. Das ging zeitweise sogar soweit, dass ich mitten in der Nacht von aufgeregten wildfremden IT-Administratoren angerufen wurde, die ihre Server kaupttgespielt hatten und sofortige Unterstützung von mir verlangten – natürlich kostenlos, schließlich publiziere ich ja auch gratis. Manchmal, aber leider nur selten, sahen diese Leute ein, dass das dann doch zu viel verlangt ist, besonders mitten in der Nacht. Irgendwann entfernte ich daher meine Telefonnummer von meinen Webseiten und ersetzte sie durch eine reine Anrufbeantworter-Nummer. (Falls jemand fragt: Ohne Telefonnummer gilt ein Impressum nicht als vollständig.)

Zusätzlich haben meine Webseiten – ebenfalls schon seit vielen Jahren – auf den Kontaktseiten deutliche Hinweise, dass ich keinen Privatsupport leiste. Kostenlos gibt es die Blog-Artikel und meine Beteiligung in Foren. Wer darüber hinaus etwas von mir will, kann gern die Firma beauftragen, bei der ich arbeite. Genau wie andere Leute muss ich mir (und meiner Familie) nämlich meinen Lebensunterhalt verdienen und daher für meine berufliche Arbeit Geld verlangen.

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13 ist eine Glückszahl

Gerade habe ich zum dreizehnten Mal eine Glückwunsch-Mail von Microsoft erhalten, mit der ich als MVP (Most Valuable Professional) ausgezeichnet wurde. Sehr schön – ich freue mich riesig darüber! Es ist eine tolle Community, die sich rund um den (durchaus kritikwürdigen) Software-Riesen aus Redmond versammelt.

Gleichzeitig bekam ich Nachricht, dass mein diesjähriger Vortrag “Hyper-V: Mythen und Wahrheiten” auf der cim Lingen auf Platz 3 der besten Sessions gewählt wurde. Ich fühle mich sehr geehrt – vielen Dank!